wenn das leben am wenigsten kunst ist

17. Internationale Sommerakademie Wismar
DOZENTEN / Hauptklasse
FinnFemFel (www.finnfemfel.fi)
Albert Braun
| Marcus Lerviks | Oskar Lindström

Broschüre 2012

Die finnische Künstlerplattform Finnfemfel übernahm den Hauptkurs und arbeitete mit 31 Teilnehmern zu dem Thema "Wenn das Leben am wenigsten Kunst ist"

Teilnehmer 2012

Pablo Aznar Tereñes, Guodong Bai, Rongxi Cao, Shangxin Cao, Sandra Chavarro, Ji Chu, Yixuan Cui, Carolina De Marco Werner, Florian Enßle, Zaiming Feng, Ziyue Gao, Lin Guo, José Ignacio Kempff Seleme, Elena Charlotte Lee, Peining Li, Yufeng Li, Zi Shi Li, Yakun Liu, Cong Liu, Ilia Obukhov, Marta Pérez Campos, Liang Qu, Xiaozhuang Ren, Javad Sabetipour, Bita Shirkhanbeik, Fang Song, Lin Szu Yu, Yuting Tang, Chenhui Tang, Nadine Wust, Guo Yucheng

Ausstellung 2012

          

       

         

          

Programm 2012

FinnFemFel „Zusammen können wir komplexere Projekte entwickeln und realisieren. Wir laden die Teilnehmer der 17. Internationalen Sommerakademie Wismar ein, Teil des Ganzen zu sein. Jeder ist dafür wichtig und wird gebraucht.“

Das Thema im Hauptkurs „Wenn das Leben am wenigsten Kunst ist“ kann sowohl Aussage als auch Frage sein. Die Aufgabenstellung fokussiert immer beides und blickt darüber hinaus. So zum Beispiel werden aktuelle Events, Gewohnheiten, Traditionen und Prozesse unter die Lupe genommen und Beobachtungen aus dem Alltag gesammelt.

Die Hansestadt Wismar wird zur Aktionsfläche. Jene auf der die Teilnehmer mit den Dozenten arbeiten, leben und interagieren. Lachen und Weinen inbegriffen. Die Teilnehmer bilden ein Materiallager, aus welchem sie für die weiteren Arbeitsprozesse schöpfen werden. Lang gehegte Gedanken und Inspirationen aus dem unmittelbaren Umfeld eines Einzelnen, gemischt mit gemeinsam entstandenen Einfällen vor Ort, werden hier beispielsweise vereint.

Kunst im Kontext. Das Hauptinteresse liegt auf der Entdeckung und Gegenüberstellung von feinsinnigen oder massiven Spannungsverhältnissen, von Übergang oder Konfrontation zwischen Leben und Kunst, das wenige oder umfangreiche Gleichgewicht und auch seine Widersprüchlichkeit. Die Widerspieglung von Entdecktem und die Kommunikation von Erlebten wollen wir sichtbar machen. Kunst und Kontext!

Im Laufe des Arbeitsprozesses fokussiert sich der Blickwinkel des Workshops direkt auf die spezifischen Visualisierungen und Gestaltungen der Teilnehmer, ihrer individuellen Ideen und Konzepte sowie den jeweiligen Zusammenhängen untereinander. Entwicklungsprozesse zur Schaffung von neuen Konzepten und Artefakten können dabei durch Experimente, Intervention, Aktion und Performances im Öffentlichenraum unterstützt und in Gang gesetzt werden.

Von der Installation, Aktionskunst und Performance Art über Fotografie, Video, Sound bis zur Zeichnung und allen weiteren Ausdrucksmitteln können die Teilnehmer wählen. Die Abschlussausstellung ist als ein Ineinandergreifen der einzelnen Arbeiten bezüglich ihres Inhalts geplant. Diese sollen in der Struktur eines Parcours visualisiert werden. Alle technischen und medialen Herangehensweisen und Ausführungen sind dafür denkbar.

Der Hauptkurs lädt ein nach der Philosophie von FinnFemFel mit Neugier, Mut und Experimentierfreude auf interdisziplinärem Terrain zu denken und zu arbeiten. Die Interessen der Teilnehmer haben dabei erste Priorität und der Leitgedanke „Die Welt ist klein, nur wir selbst haben unsere eignen Grenzen“ schwingt im Hintergrund mit. Die langjährige Praxis und Erfahrungen von FinnFemFel bilden die Basis der künstlerischen Zusammenarbeit.



Drei Leute, eine Kunst und wir alle machen Fehler

FinnFemFel ist vor allem der Zusammenschluss der finnischen Künstler Albert Braun, Marcus Lerviks und Oskar Lindström. Eine gemeinschaftliche Plattform für FinnFemFel und geladene Gäste zur Durchführung von künstlerischen Projekten. Ideen werden gemeinsam entwickelt, organisiert und schließlich realisiert, so dass das Endergebnis immer eine Summe aus verschiedenen Einflüssen, aber auch ein Verwischen des individuellen Ausdrucks ist. Die Projekte von FinnFemFel beschäftigen sich vordergründig mit dem Thema der Simulation oder aber sie basieren auf erzählenden Aspekten – dem Narrativen. Ihre Arbeiten enthalten oftmals groteske, fiktive, dokumentierende und humoristische Elemente. Das Unterschiedliche empfinden FinnFemFel als eine Bereicherung ihrer Arbeit. Die unterschiedlichen Herangehensweisen in der künstlerischen Praxis, die individuellen Prägungen durch beispielsweise Wohnort, Geschichte und Schwerpunkte. FinnFemFel bedeutet gleich zweierlei: Einerseits „Finde Fünf Fehler / Find Five Faults“ und andererseits „Finn = the main focus is finland, Fem = three people with one art, Fel = we all make mistakes“.


Installation, Video und Fotografie

Albert Braun, 1958 in Deutschland geboren, studierte von 1978-1985 an der Hochschule der Künste Berlin. Seit 1988 ist er Dozent an der heutigen Novia University of Applied Sciences and Arts in Nykarleby, Finnland. Seine künstlerischen Arbeiten sind oftmals eine Variation aus Installation und Raum für Aktion und Event. Seit 1991 Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Finnland und darüber hinaus. Er lebt und arbeitet im finnischen Nykarleby.

Marcus Lerviks, 1969 in Finnland geboren, arbeitet bevorzugt mit dem Medium Video. Seit 1994 Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Finnland und darüber hinaus. Er studierte 1994 - 1998 an der Swedish School of Art in Nykarleby, der heutigen Novia University of Applied Sciences and Arts, in Finnland. 1998 - 2001 im „Pallas program“ an der University of Art and Design in Helsinki. Marcus Lerviks verbindet in seinen Arbeiten oftmals Videoinstallationen mit räumlichen Elementen, Licht, Sound und Performance. Heute lebt und arbeitet er im finnischen Vasa.

Oskar Lindström studierte 1994 – 1997 Fotografie und Bildende Künste an der Swedish School of Art in Nykarleby, der heutigen Novia University of Applied Sciences and Arts. 2000 erhielt er seinen Master of Fine Arts für Fotografie an der School of Photography/ University of Gothenburg, im schwedischen Göteburg. Sein Schwerpunkt liegt auf der Fotografie. Oskar Lindström stellte bis heute sowohl seine eigenen Projekte wie auch künstlerische Gemeinschaftsprojekte in verschiedenen europäischen Städten aus. Er lebt und arbeitet zur Zeit in Neustadt an der Weinstraße, Deutschland.

 

 
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